Friday, 31. October 2014
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02. February 14 , 15:34

Von der NWSL in die Bundesliga – Kanadas Nationalspielerin Tiffany Cameron wechselt zur intensiven Vorbereitung der heimischen WM 2015 zur TSG 1899 Hoffenheim und verstärkt dort die Offensive

Kategorie: Sport, Aktuell, Männerfussball
St.Leon-Rot, Baden-Württemberg, Deutschland. (Weltexpress). Jetzt ist es endlich offiziell bestätigt. Die TSG 1899 Hoffenheim hat die notwendige Verstärkung für die Offensive gefunden. Zur Rückrunde wechselt die Kanadierin Tiffany Cameron in den Kraichgau. Die 22-Jährige spielte zuletzt in der amerikanischen Profiliga NWSL und entschied sich nun für den Wechsel in die Bundesliga. Cameron wird am kommenden Dienstag in Deutschland ankommen und dann auch die erste Trainingseinheit mit ihrem neuen Team absolvieren.

Stürmerin Tiffany Cameron im Trikot von Seattle Reign FC während des Spiels gegen die Portland Thorns im Starfire Stadium in Tukwila, Washington, am 25. Mai 2013

Wurde in Kansas freigestellt nach nur einem Ligaspiel

„Wir freuen uns eine Alternative für den Angriff gefunden zu haben“, betonte am Schlusstag des offenen Transferfensters Ralf Zwanziger, Leiter des Frauen- und Mädchenfußballs, im Förderzentrum St.Leon-Rot. In der amerikanischen Profiliga NWSL stand Cameron bis Juni 2013 bei Seattle Reign FC unter Vertrag, nachdem sie zuvor von 2009 bis 2011 für den W-League-Teilnehmer dem kanadischen Team Toronto Lady Lynx aufgelaufen war. Am 19. Juni gab Seattle Reign FC die Trennung von Cameron bekannt, eine Woche später unterschrieb sie einen Vertrag beim Ligakonkurrenten FC Kansas City. Für diesen lief Cameron lediglich in einem Ligaspiel auf, ehe sie wenige Tage nach Saisonende von ihrem Arbeitgeber freigestellt wurde. Sie kehrte vorrübergehend in ihren Heimatverein North Mississauga Soccer Club nach Kanada zurück.

Schwärmt für Basketballstars

Cameron stammt aus einer kanadischen Einwandererfamilie aus Jamaika. Im Alter von 10 Jahren alt begann die dunkelhäutige Migrantentochter in Nord-Mississaugain der Provinz Ontario Fußball und Basketball zu spielen. Nachdem sie 14 Jahre alt geworden war, wurde sie ins kanadische Jugendprogramm 2006 unter Trainer Bob Birarda aufgenommen. Das hatte für sie zur Folge, dass sie mit Kanadas U-17-Nationalelf beim CONCACAF-U17-Frauen-Turnier eine Bronzemedaille gewann. Cameron spielte 2008 in Neuseeland bei der FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft. Als gereifter anglo-amerikanischer Teenager schwärmt sie selbstverständlich für das Basketballteam der Boston Celtics und den US-Basketballstar LeBron Raymone James von Miami Heat. Im Fußball liebt sie die Weltfußballer Ronaldinho und Robinho vom AC Mailand und die amerikanische Frauenfußballlegende Mia Hamm gilt als ihr großes Vorbild.

Kontinuierliche Erneuerung der Nationalelf

Noch als 21-jährige kam sie erstmals am 12. Januar 2013 in der Kanadischen Nationalelf im Spiel gegen die VR China zum Einsatz. Kanadas Nationaltrainer John Herdman hatte für den "Vier-Nationen Youngchuan Cup 2013" einen erweiterten 21-köpfigen Kader zusammengestellt. Unter 21 Spielerinnen war acht junge Spielerinnen aufgelistet, die noch nie in einem großen "A" Turnier teilgenommen hatten. Darunter Tiffany Cameron, die zusammen mit Bryanna McCarthy den 1991er Jahrgang repräsentierte. Noch jüngere Spielerinnen waren Adriana Leon , Christabel Oduro und U-20-Kapitänin Shelina Zadorsky aus dem Jahrgang 1993 sowie die Youngster Kadeisha Buchanan, Ashley Lawrence und Nichelle Prince aus dem Jahr 1995. Alle acht Spielerinnen hatten entweder an einer FIFA U -20- Frauen-Weltmeisterschaft oder der FIFA U-17- Frauen-Weltmeisterschaft teilgenommen. Herman setzt auf die kontinuierliche Erneuerung des Olympiadritten von London 2012

Erste Chancen in Europa gegen Frankreich und England  

Buchanan, Lawrence und Prince sind noch die für die nächste FIFA U-20-Frauen- Weltmeisterschaft in Kanada im Jahr 2014 vorgesehen. "Wir arbeiten an einem Konzept, dass es uns ermöglicht, talentierte Spielerinnen auf das höchste Niveau zu entwickeln", sagte der kanadische Cheftrainer Herdman. Als dann Herdman seinen Europa-Kader für die Freundschaftsspiele gegen Frankreich und England ankündigte, bekam Tiffany Cameron im 19er Reisekader ihre erste Chance, sich mit europäischen Elitefußballerinnen zu messen. "Einige unserer jungen Spielerinnen sind technisch so gut, um mit den Elitefußballerinnen aus Japan, England und Frankreich mitzuhalten zu können, aber es gibt noch nicht so Viele von ihnen", erklärte Herdman. "Falls unser Jugendförderprogramm noch besser laufen wird, werden wir bald einen größeren Pool von Spielerin aufweisen können."

Nachfolgende NWSL-Saison

Tiffany Cameron spielte eine Halbzeit lang gegen Frankreich im Stade du Ray in Nizza. Cheftrainer Herdman wechselte sie für Adriana Leon in der 46. Minute ein. Das Freundschaftsspiel endete mit einem 1:1 Remis. (Tore: 1-0 Elodie Thomis 45+1', 1-1 Kaylyn Kyle 90+4'). Im Match gegen England drei Tage später in Rotherham verloren die Kanadierinnen mit 1:0 Toren. Cameron mit Rückennummer 3 spielte mit der kanadischen Startaufstellung die ganzen 90 Minuten durch. (Tor Ellen White 90+4'). Beide Spiele wurden für Kanadas Fans online auf Sportsnet.ca übertragen werden, zusätzlich gab es Spielberichter Internet-Plattformen. Die nachfolgende NWSL-Saison begann Cameron am 26. April 2013 bei Seattle Reign FC im Auswärtsspiel gegen FC Kansas City. 

Mannschaftskollegin Keelin Winters

Gegnerin bei Kansas City war Erika Tymrak, die später für einige Monate in der Bundesliga beim FC Bayern München spielte. Das Spiel gewann FC Kansas City mit 2:0 Toren. Ihre Mannschaftskollegin war die Ex-Potsdamerin Keelin Winters. Tiffany Cameron wechselt nun für die Bundesliga-Rückrunde nach Deutschland in die Bundesliga zur TSG 1899 Hoffenheim. Tiffany Cameron ist für Kanadas Nationaltrainerin Herman eine Perspektiv-Spielerin, die er für den Wiederaufbau benötigt, um nächstes Jahr bei der FIFA-WM 2015 im eigenen Land über ein schlagkräftiges Team zu verfügen. Für die TSG 1899 Hoffenheim bedeutet der Zugang der Kanadierin, die bisher zu gehemmte aufspielende TSG-Offensive in Schwung und zu Erfolgen zu bringen. Cameron ist ein gewisser Hoffnungsschimmer für den erstmaligen Klassenerhalt des Aufsteigers.

Von: Bernd J.R. Henke, Johann Blaha

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