Sunday, 19. May 2013
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03. March 09 , 12:20

Mavericks Blamage in Oklahoma

Kategorie: US-Sports
Oklahoma (dpa) - Die Wutrede von Dallas-Coach Rick Carlisle nach der 87:96-Blamage seiner Mavericks in Oklahoma grenzte schon fast an Beleidigung.

Dirk Nowitzki (l) spricht im Spiel gegen Oklahoma City Thunder mit dem Schiedsrichter.

«Die ersten drei Viertel waren eine erbärmliche Vorstellung eines Teams, das in die Playoffs will. Wir sollten uns alle dafür schämen, die Trainer, die Spieler und die Verantwortlichen aus der PR-Branche», fluchte der Headcoach nach der bitteren Niederlage gegen die selbst ohne seine beiden besten Werfer noch überlegenen Gastgeber. «Ich fühle mit unserem Chef Mark Cuban. Der lebt und stirbt für sein Team und musste diese Schande mit ansehen.»

Mavs-Kapitän Dirk Nowitzki wollte die peinliche Vorstellung unter den Augen von Clubbesitzer Cuban nicht beschönigen: «Wir haben einen Playoff-Platz wirklich nicht verdient, wenn wir so weiterspielen.» Dabei zählte der Würzburger mit insgesamt 28 Punkten vor 18 527 Zuschauern im Ford Center von Oklahoma City wie der mit einer Manschette an der gebrochenen linken Hand spielende Jason Terry (20) noch zu den Besseren. Aber selbst die 16 Punkte von Nowitzki im letzten Viertel reichten nach dem 56:79-Zwischenstand nicht, um das zweitschwächste Team der Western Conference wie in der Vorwoche beim 110:108 nach Verlängerung in Dallas noch abzufangen.

«Wenn einer glaubt, man kann hier so eben mal mit Links gewinnen, dann weiß ich nicht, wo die Jungs bei den 59 Spielen zuvor gewesen sind. Denn bisher lief es in der Saison nie nicht leicht ab», schimpfte Carlisle weiter. «Wir verdaddeln regelrecht zwei, drei Viertel, und dann soll Jason Kidd uns aus der Patsche helfen. Nein, da bleiben noch zu viele Fragen offen.» Auch der «Magier» Kidd, der 24 Stunden zuvor mit 15 Assists beim 109:98 gegen Toronto die Schallmauer in seiner 14-jährigen NBA-Karrierestatistik von 10 000 «Zauber»-Pässen durchbrochen hatte, blieb mit nur fünf Assists und neun Punkten weit unter seinen Möglichkeiten.

Allerdings war Allstar-Spieler Josh Howard zur Halbzeit in der Kabine geblieben, weil eine alte Knöchelverletzung wieder aufgebrochen war, und konnte sein Team nicht mehr entlasten. Als Nowitzki knapp vier Minuten vor dem Abpfiff den Rückstand mit einem Dreier auf 84:88 verkürzte, war aber auch der 2,13 Meter-Riese mit seiner Kunst am Ende. Oklahoma stoppte im Gegenzug die Angriffswucht der «Mavs» mit fünf Punkten nacheinander von Thunders Kyle Weaver und traf damit die Mavericks ins Mark. Selbst ohne ihre verletzten Stars Kevin Durant und Jeff Green spielten die Gastgeber Dallas in den Schlussminuten an die Wand.

Noch stehen 22 Saisonspiele für die «Mavs» bis zum 15. April auf dem Programm. Aber nach der 24. Saison-Niederlage wird es bei bisher 36 Siegen allmählich eng für Dallas. Im Kampf um die acht Playoff- Plätze in der Western Conference konnten die Texaner trotz der Pleite vorerst ihren letzten Tabellenrang vor den nachdrängenden Phoenix Suns (34:25) verteidigen. Dafür hat sich der Abstand für Dallas (36:24) zu den direkten Konkurrenten Utah Jazz (37:23) und New Orleans (37:22) vor der Partie in New Orleans vergrößert.

Von: dpa

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