Die Fahrverbote in den Umweltzonen sind gestaffelt und an den Farben grün, gelb und rot erkennbar. Die Verschärfung der Vorschriften betrifft vor allem Autofahrer in Baden-Württemberg. In rund 20 bestehenden Umweltzonen, unter anderem in Karlsruhe, Mannheim und Freiburg, beginnt ab ersten Januar die zweite Stufe: Das bedeutet, dass Autos mit roter Plakette dort nicht mehr fahren können. Bislang betraf das Verbot nur Autos ohne Plakette. Ab Neujahr haben nur noch gelb oder grün markierte Autos freie Fahrt.
Neue Umweltzonen kommen in den Ortschaften Heidenheim, Pleidelsheim-Ingersheim-Freiberg und Urbach hinzu. Dort brauche Autofahrer ab 2012 zumindest eine gelbe Plakette. Dies gilt auch im Zentrum des Ruhrgebiets, das ab Jahresbeginn als zusammenhängende Umweltzone ausgewiesen wird. Der Bereich umfasst unter anderem die Städte Dortmund, Bochum und Duisburg. Autobahnen und Transitstrecken gelten dagegen die Auflagen nicht. Neue Umweltzonen entstehen zum Jahreswechsel in Hagen, Herne, Gladbeck, Herten und Castrop-Rauxel.
Damit gibt es ab dem ersten Januar 2012 insgesamt 43 Umweltzonen in Deutschland. Wer gegen die Vorschriften verstößt, muss mit einem Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen. Die Auflagen sollen helfen, die Feinstaub-Belastung in den Innenstädten zu reduzieren. Der EU-Grenzwert von 50 Mikrogramm je Kubikmeter Luft darf an höchstens 35 Tagen im Jahr überschritten werden. Feinstaub kann in hoher Konzentration Lunge und Bronchien schädigen.
dapd
Diesen Artikel teilen: