Sunday, 19. May 2013
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27. February 10 , 20:50

Tsunami-Alarm im Pazifik

Kategorie: Panorama, Aktuell, Thema
Berlin (Weltexpress/RIA Novosti) - Nach dem starken Erdbeben vor Chiles Küste wirken Berichte immer erschreckender: Die Flutwelle hat am Samstag einige bewohnte Gebiete erreicht, die Menschen versuchen sich zu retten. Chiles Präsidentin Michelle Bachelet teilte mit, die drei Meter hohe Welle habe bereits die Juan-Fernandez-Inseln erreicht. Eine Ortschaft sei halb überflutet worden, die Menschen seien evakuiert worden. Auch auf der Osterinsel mussten die Bewohner in Sicherheit gebracht werden.

Die Menschen verbringen Tag und Nacht nach dem schweren Erdbeben draußen. Die Scheinwerfer der Autos sind nach dem Stromausfall oft die einzige Lichtquelle in Santiago.

Die Zahl der Toten beim jüngsten starken Erdbeben in Chile ist auf 147 gewachsen.

Das meldete die Nachrichtenagentur Reuters am Samstag unter Berufung auf die Ortsbehörden.

Die Erdstöße der Stärke 8,8 waren am Samstag um 07.34 Uhr MEZ registriert worden. Das Epizentrum des Bebens lag 115 Kilometer nördlich der Stadt Concepcion in einer Tiefe von 55 Kilometern. Das Beben löste Panik in der 340 Kilometer entfernten Hauptstadt Santiago de Chile aus. Dort wankten Häuser, der Strom fiel in einigen Stadtbezirken aus.

Nach Angaben des US-Geologiedienstes handelt es sich um das zweitstärkste Erdbeben weltweit seit 20 Jahren. Am 26. Dezember 2009 wurden an der nördlichen Küste von Sumatra Erdstöße der Stärke 9,1 registriert. Im Mai 1960 hatte sich in Chile das mit 9,5 bislang weltweit stärkste registrierte Erdbeben ereignet. Damals kamen 1655 Menschen ums Leben.

Von: Ulf Peter

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